Vor ein paar Tagen war hier einiges anders als sonst.
Papa hat einen großen Baum in unser Wohnzimmer gestellt und Mama hat ihn bunt geschmückt und Lichter angemacht:
Als es dunkel wurde kamen Oma, Opa und Onkel Karli. Alle haben Weihnachtslieder mitgesungen und Sekt getrunken. Irgendwie war alles so unheimlich.
Plötzlich klopfte es laut an der Tür und ein gruseliger, großer, dicker Mann mit rotem Mantel stand vor uns.
Meine Schwester Rike hat mächtig gezittert und sich bei Oma auf dem Schoß in Sicherheit gebracht.
Ich habe mich bei Papa versteckt und er hat mich auch gut beschützt!
Der Mann mit dem roten Mantel hat gesagt er heißt "Weihnachtsmann" und dann hat er für alle aus einem großen Sack Geschenke heraus geholt:
Ich habe eine winzig kleine kirgisische Reitpeitsche bekommen, die der Weihnachtsmann auch gleich an meinem Körbchen festgemacht hat. Er sagt, damit kann ich nun alle Feinde in die Flucht schlagen!
Rike hat aus sicherer Entfernung genau beobachtet was der Weihnachtsmann da gemacht hat.
Dann hat sie vom Weihnachtsmann ihre ersten "Tapotschki" bekommen, damit sie noch besser laufen kann!
Als alle etwas bekommen hatten, hat der Weihnachtsmann Winke Winke gemacht und ist wieder gegangen.
Aber er kam noch einmal wieder zurück und brachte noch zwei große Säcke die er einfach in unser Wohnzimmer stellte. Rike war ganz neugierig was da drin war. Aber wir haben das erst ausgepackt als wir uns sicher waren, daß der Weihnachtsmann nicht noch einmal zurück kommen würde.
Vor lauter Müdigkeit und nach den aufregenden Heimlichkeiten sind Rike und ich ganz schnell eingeschlafen.
Am nächsten Morgen ging es aber noch weiter. Alwine kam und hat noch einen Sack mitgebracht, den sie dem Weihnachtsmann am Abend vorher unterwegs geklaut hatte. Auch da waren noch Geschenke für uns drin.
Dann sind wir alle zu Oma und Opa gefahren. Ich konnte nur noch schlafen, aber die anderen haben ununterbrochen gegessen. 3mal tischte die Oma leckere Sachen auf und Opa kippte immer wieder die Gläser voll. Danach schmeckte die Milch aus Mamas Brust so lecker wie noch nie.
Als Mama gesagt hat:" Jetzt kann ich wohl wieder fahren", war es schon dunkel und dann wurden wir alle ins Auto gestopft und ab gings nach Ballenstedt.
Auch da hatte der Weihnachtsmann noch ein paar Geschenke für uns vergessen.
Aber so viel zu essen und zu trinken wie bei Oma in Thale gab es da leider nicht. Darum sind wir dann auch irgendwann nach Hause gefahren, wo Mama ziemlich spät für uns alle noch Abendbrot gemacht hat. Friederike ist fast am Tisch eingeschlafen und ich an Mamas Brust.
Am nächsten Tag hat Mama dann richtig groß gekocht. Onkel Karli hat fast alles allein gegessen und wir sind ihn bis zum Abend nicht wieder los geworden.
Dann kamen auch noch Onkel Robert und Tante Annika und wir hatten viel Spaß.
Rike wollte mit Onkel Robert spazieren gehen und hat sich und ihn schonmal angezogen:
Das Spazierengehen mit uns hat dann aber Onkel Karli übernommen.
So haben wir auch den zweiten Weihnachtstag wunderbar verbracht und nun dauert es ein Jahr bis wieder Weihnachten ist!